Tipps für Check-in und Check-out

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Zu Beginn jeder Charter übernimmt der Skipper die Segelyacht vom Vercharterer. Dazu müssen Crewlisten abgeglichen werden, der Vercharterer kontrolliert, ob die Lizenzen des Skippers ausreichend sind, die Bootspapiere werden durchgegangen und bei Überseerevieren bekommt man oft noch ein Chartbriefing.

Check-in

Bei der anschließenden Yachtübergabe wird zum einen die verschiedenen Funktionen der Yacht erklärt, man geht aber auch die Inventarliste durch, ob alle aufgelisteten Gegenstände vorhanden sind. Für alle Sachen, die bei der Rückgabe nicht mehr vorhanden sind, kann der Chartergast zur Kasse gebeten werden, man sollte hier also recht gründlich vorgehen. Außerdem sollte der Rumpf und das Deck auf mögliche Beschädigungen untersucht werden und auf dem Übergabeprotokoll vermerkt werden, wie bei einem Mietauto. So ist klar, dass etwaige Schäden schon vorhanden waren. 

Auf was sollte geachtet werden? 

Hat man das erste Mal eine Yacht gechartert, steht man oft vor dem Dilemma, das man einerseits alles möglichst gründlich kontrollieren möchte, was durchaus 3 Stunden dauern kann, die Crew aber oft bereits wartet, endlich ablegen zu können, und das Personal der Charterbasis hat gerade in der Hochsaison an den Wechseltagen viel zu tun.  

Hier sind deshalb ein paar Tipps um sich das Leben leichter zu machen: 

  • Die komplette Inventarliste durchgehen. Um nichts zu übersehen, am besten zusammen mit einem zweiten Crewmitglied.  
  • Neben dem Gelcoat auch alle Luken auf mögliche Risse untersuchen. Diese können leicht übersehen werden und sind recht teuer, falls man sie ersetzen muss. Bei den Relingsstüzten sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht verbogen sind. 
  • Die wichtigsten Funktionen überprüfen (Motor an/aus, Autopilot, Ankerwinsch, etc.). 
  • Die Motorbilge kontrollieren. Oft kann man aus der Sauberkeit gute Rückschlüsse auf den Wartungszustand des restlichen Bootes schließen. 
  • In der Pantry kontrollieren, ob ausreichend Geschirr, Töpfe, etc. vorhanden ist, vor allem wenn das Boot maximal belegt ist.  
  • Kontrollieren, ob aus allen Wasserhähnen Wasser kommt. 
  • Funktionalität alle Duschpumpen überprüfen. 
  • Bei allen Fäkalientanks kontrollieren, ob diese leer und nicht verstopft sind, z.B. in dem man etwas Spülmittel ins WC gibt und dann so lange bei geöffnetem Tank pumpt, bis man Schaumblasen im Wasser sieht. 
  • Vor dem Ablegen noch mal alle Frischwassertanks auffüllen. 
  • Kontrollieren, ob der Außenborder (falls vorhanden) gut anspringt, ansonsten den Vercharterer fragen, ob er einen Ersatzmotor hat. 
  • Je nachdem wie viel Wind im Hafen ist, reicht es meistens auch direkt nach dem Ablegen die Segel zu setzen und auf mögliche Schäden zu kontrollieren. 
  • Beim ersten Badestopp sollte man mit einer Taucherbrille den Rumpf kontrollieren. 

Unser Tipp: Schließen sie eine Versicherung für ihre hinterlegte Kaution ab. In der Regel zahlt man ca. 10% der Kaution als Versicherungssumme, hat dann aber einen unbeschwerten Urlaub, auch falls mal etwas kaputtgeht. 

Check-out

Meistens muss die Yacht am Abend vor dem letzten Chartertag zurückgegeben, also in der Regel Freitagabend. Bis auf einige Ausnahmen, z.B. in der Marina Alimos in Athen, hier kommt nach dem Festmachen ein kleiner Tanklaster, muss man das Boot volltanken, bevor man in den Heimathafen zurückkehrt. Liegt man dann am Liegeplatz sollte man den Müll von Bord bringen und das Deck und Bootsinnere aufklaren, bevor das Personal des Vercharterers an Bord kommt, um wiederum die Vollständigkeit des Inventars und das Schiff auf Schäden zu überprüfen. Fallen während der Charter Beschädigungen oder Probleme auf, freut sich der Vercharterer darüber, wenn man es ihnen mitteilt. So kann das Boot schneller wieder für die nächste Crew fertig gemacht werden und eine gute Bootswartung gewährleistet werden. 

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