Mit der Yacht von Olbia nach Bonifacio

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Sardinien gilt für viele Urlauber als die Karibik Europas. Türkisblaues Wasser mit weißen Sandstränden ergibt eine Bilderbuchatmosphäre. Vor allem das La-Maddalena-Archipel, das auf halbem Weg zwischen Olbia und dem korsischen Bonifacio liegt, entspricht diesem Klischee sehr gut. Um die Inselwelt zwischen Sardinien und Korsika zu entdecken, eignet sich natürlich am besten ein Schiff. Im Mordosten Sardiniens, entlang der Costa Smeralda, gibt es einige Charterbasen mit einer großen Auswahl an Katamaranen und Einrumpfbooten.

In welchem Hafen in Sardinien startet man am besten?

Es gibt an der Costa Smeralda einige Marinas, die als Startpunkt eines Segeltörns Richtung Bonifacio eignen. In der Marina di Olbia liegen mehrere Charterflotten. Der Flughafen ist so nah an dieser Marina, dass es zumindest mit leichtem Gepäck im Hochsommer schneller sein kann, einfach zu Fuß zu Hafen zu laufen, als sich in die Taxischlange einzureihen. Dream Yacht Charter hat vor 3 Jahre eine eigene kleine Marina direkt in Olbia eröffnet. Mittlerweile kann man sie guten gewissen als fertig bezeichnen. Es gibt u.a. Sanitäreinrichtungen und einen Loungebereich unter Sonnensegeln. Auch nördlich von Olbia gibt es noch einige Charterstützpunkte, z.B. in Portisco, Cannigione oder auf der an eine Privatinsel erinnernde Marina dell'Isola. Alle Starthäfen erreicht man vom Flughafen aus in max. 30 Minuten mit dem Taxi. Auch die Auswahl an Charteryachten ist riesig. Von der 9m-Segelyacht bis zum 17m langen Katamaran ist alles dabei, die meisten Yachten kann man gegen Aufpreis auch mit Skipper, Hostess oder Koch chartern.

La-Maddalena-Archipel

Das La-Maddalena-Archipel liegt vor der Nordostküste Sardiniens. Neben der namensgebenden Insel La Maddalena befinden sich noch insgesamt 61 Inseln. Im Süden der Insel befindet sich der Hauptort der Insel, in dem auch der Hafen La Gavetta liegt, in dem man festmachen kann. Die eigentliche Hauptattraktion der Inselgruppe sind aber die Vielzahl an Buchten mit türkisblauem Wasser und weißen Sandstränden. Von den Häfen an der Costa Smeralda ist es nur einen Katzensprung bis ins Archipel, das direkt vor der Küste liegt. Neben dem Hafen in La Gavetta ist auch die Cala Caprese auf Caprera sehr beliebt um zu übernachten. Nur einen kurzen Schlag nördlich ist die Cala Coticcio, auch bekannt als Tahiti Bay. Hier lohnt es sich früh da zu sein, bevor am Vormittag viele Motoryachten und kleinere Boote mit Tagestouristen ankommen. Dann hat man mit etwas Glück die Bucht mit der grandiosen Kulisse für sich.

Beim Navigieren zwischen den Inseln sollte man aufmerksam sein. Oft befinden sich Felsen knapp unter Wasser, die nicht unbedingt immer in der Karte eingezeichnet sind. Ein wachsamer Ausguck ist hier auf jeden Fall eine gute Idee.

 

Bonifacio

Bonfacio liegt ganz im Süden von Korsika. Nur wenige Seemeilen trennen hier die beiden Inseln. Bei Mistral kann es in der Straße von Bonifacio aufgrund des Düseneffektes stürmisch werden, die Überfahrt vom La-Maddalena-Archipel nach Bonifacio kann dann zur Herausforderung werden. Die Hafeneinfahrt nach Bonifacio ist spät auszumachen. Erst kurz vor der Durchfahrt öffnet sich zwischen den Klippen eine Lücke. Hoch über dem Meer auf den senkrecht abfallenden Klippen thront die Altstadt von Bonifacio. Von hier hat man einen wunderbaren Blick über das Meer bis nach Sardinien. Einen Spaziergang durch die engen Gassen sollte man sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen.

Die korsische Südostküste

Vor der Südostküste von Korsika, nicht weit von Bonifacio entfernt gibt es eine weiteres kleines Archipel: Die Iles de Lavezzi. Es besteht aus den beiden Inseln Lavezzi und Cavallo und unzähligen Inselchen und Felsen. Die vielen Granitformationen und das klare Wasser erinnern an die Seychellen und im Sommer sind die Buchten voll mit Tagestouristen aus Korsika. Der Ausblick ist trotzdem traumhaft.

Folgt man der korsischen Ostküste weiter nach Norden findet man aber auch ruhige Plätzchen, wo man mit der eigenen Yacht gut den Touristenmassen entfliehen kann. Z.B. am etwas abseits gelegenen Plage de Balistra. Der Strand ist über einen Kilometer lang und meist übernachten hier nur wenige Yachten. Es gibt also genügend Platz, um eine ruhige Nacht zu verbringen, bevor es wieder ins La-Maddalena-Archipel geht.

 

Wenn Sie weitere Infos für Ihren nächsten Charterurlaub in Sardinien brauchen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.