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Die Britischen Jungferninseln sind ein Archipel, das aus mehr als 60 Inseln besteht. Am nordwestlichen Ende der Kleinen Antillen gelegen, segeln Sie hier auf einem azurblauen Wasser – unter Ihnen schwimmen Schwärme von schillernden Fischen. Ein Segelurlaub auf den Britischen Jungferninseln fĂĽhrt Sie zu weiĂźen Sandstränden und malerischen Ankerplätzen mitten in der Karibik.  

Das Einsteigerrevier in der Karibik

Wer zum ersten Mal fĂĽr einen Segeltörn in die Karibik kommt, der findet hier das perfekte Einsteigerrevier vor. Die Distanzen zwischen den einzelnen Buchten und Häfen sind sehr kurz, allerdings gilt es die vielen Riffe zu beachten. Durch die zahlreichen Riffe und Inseln sind Sie hier weitgehend vor den Atlantikwellen geschĂĽtzt. Im Vergleich zu den anderen Revieren in der Karibik gibt es auf den Britischen Jungferninseln eine hervorragende Infrastruktur an Land. Viele Amerikaner kommen fĂĽr eine Urlaubsreise hierher, sodass man sich fĂĽr Touristen gut aufgestellt hat. Das Angebot an Bars und Restaurants ist demnach auch ganz auf die amerikanischen Gäste ausgerichtet. Auch wenn es sich bei den Britischen Jungferninseln um ein britisches Ăśberseeterritorium handelt, ist der US-Dollar offizielles Zahlungsmittel. 

Die Segelbedingungen auf den Britischen Jungferninseln

Die Britischen Jungferninseln liegen im PassatgĂĽrtel, sodass Sie während Ihres Segelurlaubs in der Karibik ein tropisches Klima erwartet. Durch diese Lage wehen das ganze Jahr ĂĽber beständige Winde aus östlichen Richtungen. In den Wintermonaten, in denen hier Hochsaison ist, erreicht der Wind meist zwischen 4 und 6-7 Beaufort. In den Sommermonaten schwächt sich der Wind etwas ab auf 3 bis 5 Beaufort. Winter und FrĂĽhjahr (Dezember bis Mai) sind am trockensten und mit ca. 26° Lufttemperatur am kĂĽhlsten. Es kommt aber auch zu dieser Jahreszeit regelmäßig zu kurzen, kräftigen Schauern. Im Sommer kann es schwĂĽl-warm und auch sehr regnerisch werden. AuĂźerdem besteht, vor allem im August und September, die Gefahr von WirbelstĂĽrmen. So ist im September 2017 der Hurrikan Irma ĂĽber die Britischen Jungferninseln gezogen und hat hier schwere Schäden hinterlassen.  

Welche Qualifikation muss ich fĂĽr eine Charteryacht in den BVIs vorweisen?

Es gibt auf den BVIs keine Segelscheinpflicht, es muss aber Erfahrung nachgewiesenen, z.B. durch einen  SportbootfĂĽhrerschein See (SBF) oder SportkĂĽstenschifferschein (SKS). Alternativ kann auch ein Erfahrungsnachweis von Skipper und Co-Skipper vorgelegt werden.

Es gibt auch keine Pflicht fĂĽr ein Sprechfunkzeugnis. 

Das sind die Highlights während eines Yachturlaubs in den BVIs

Wenn Sie eine Yacht mieten in Tortola (BVIs), dann gibt es hier zahlreiche Highlights, denen Sie unterwegs begegnen. Was Sie während Ihres Yachturlaubs in dem Segelrevier haben wir Ihnen hier zusammengefasst.  

 

The Baths (Virgin Gorda)

The Bath ist das Highlight eines Törns in den BVIs und wahrscheinlich das bekannteste Fotomotiv der Inseln. In den Granitfelsen, die aus dem Wasseraufragen haben sich kleine Grotten und Meerwasserpools gebildet, durch die man schwimmen und schnorcheln kann und zu kleinen einsamen Stränden gelangen. Es lohnt sich frĂĽh anzukommen, da es nur wenige Bojen hier gibt und Ankern ist nicht erlaubt, The Baths steht unter Naturschutz. Man darf auch nur tagsĂĽber an den Bojen liegen, ĂĽbernachten ist verboten. 

White Bay (Jost van Dyke)

White Bay hat den Namen von dem langen weiĂźen Sandstrand. Hier steht eine bekannte â€“ wenn nicht die bekannteste – Strandbar der Karibik, die Soggy Dollar Bar. Sie hat den Namen von den Seglern die mit Dollarscheinen in der Tasche an Land geschwommen sind, um sich einen Drink zu holen. Die Scheine waren dann nass und durchweicht (engl. soggy). Auch wenn der Strand sehr beliebt ist, findet man immer auch ein ruhiges Plätzchen.  

Sandy Spit

Sandy Spit ist ein kleines Sandinselchen Ă¶stlich von Little Jost van Dyke. Sie ist mit einem Riff mit Green Cay verbunden, einer anderen unbewohnten Insel. Hinter dem Riff kann man sehr gut ankern und schnorchelnd die Unterwasserwelt erkunden. TagsĂĽber kommen relativ viele TagesausflĂĽgler mit Booten, abends hat man die Insel aber oft fĂĽr sich alleine und kann sie in aller Ruhe genieĂźen. 

Anegada

Anegada liegt etwas abseits der anderen Inseln der BVIs, ca. 11sm nördlich von Virgin Gorda, und es wohnen nur ca. 300 Personen dort. Im Gegensatz zu den anderen Inseln ist Anegada nicht vulkanischen Ursprungs, sondern eine Koralleninsel, weshalb sie auch sehr flach ist. Die Insel ist von einem weitläufigen Riff umgeben, dadurch war die Ansteuerung frĂĽher recht kompliziert und es gibt unzählige Wracks rund um die Insel. Mittlerweile gibt es eine betonnte Rinne zum Ankerplatz vor dem Hauptort "The Settlement". Um die Insel zu erkunden, sollte man sich einen Roller oder ein Auto mieten und die vielen Sandstrände zu erkunden, es gibt auch einen Salzsee, an dem man Flamingos beobachten kann. Abends sollte man unbeding den berĂĽhmten Anegada-Lobster probieren. 

Peter Island

Peter Island ist eine  Privatinsel ca. 5 sm sĂĽdlich von Tortola. Es gibt ein Hotel auf der Insel, ansonsten ist die Insel noch größtenteils naturbelassen. Die Strände sind "Karibik-Idylle" pur mit tĂĽrkisem Wasser und weiĂźem Strand von Palmen gesäumt. Im Westen der Insel gibt es einige kleinere Buchten, z.B. Kay Bay, die man oft fĂĽr sich alleine hat, wenn dort ankert. 

Routenvorschlag ab Road Town (Tortola)

Wenn Sie in diesem Segelrevier der Karibik unterwegs sind, dann können Sie ganz unterschiedliche Routen erkunden. Zur Orientierung haben wir Ihnen einen Routenvorschlag erstellt, an dem Sie sich in Ihrem Segelurlaub in den BVIs orientieren können.  

Samstag: Road Town (Tortola) – The Bight (Norman Island) 

Nach dem Auslaufen geht es fĂĽr Sie ca. 1h Richtung SĂĽden nach Normal Island. Hier können Sie in der Bucht The Bight ĂĽbernachten.  

Sonntag: The Bight (Norman Island) – White Bay (Jost van Dyke) 

Von The Bight segeln Sie westlich an Tortola vorbei nach Jost van Dyke. Dort können Sie an einer der Bojen in der White Bay festmachen. Den restlichen Tag verbringen Sie am Strand, beim Schnorcheln oder in einer der Beach Bars. 

Montag: White Bay (Jost van Dyke) – Sandy Spit  

Entlang der SĂĽdkĂĽste von Jost van Dyke geht es heute fĂĽr Sie in Richtung Osten nach Sandy Spit. Hier können Sie hinter einem Riff bei der kleinen Sandinsel ankern. 

Dienstag: Sandy Spit â€“ The Bath (Virgin Gorda) – Savannah Bay (Virgin Gorda) 

Heute lohnt es sich, frĂĽh aufzustehen, um schon zeitig bei The Bath zu sein. So haben Sie den ganzen Tag Zeit, die Pools in den Granitformationen und die versteckten kleinen Strände zu entdecken. FĂĽr die Nacht geht es weiter nach Savannah Bay, nur ein paar Meilen nördlich. Wer lieber einen Abend im Hafen verbringen möchte, der kann auch nach Spanish Town fahren, dem Hauptort von Virgin Gorda. 

Mittwoch: Savannah Bay (Virgin Gorda) – The Settlement (Anegada) 

Von Virgin Gorda geht es nach Anegada, der nordöstlichsten Insel der BVIs. Dort leihen Sie sich am besten einen Roller oder ein Auto und erkunden auf diese Weise die flache Koralleninsel. 

Donnerstag: The Settlement (Anegada) – Kay Bay (Peter Island) 

Von Anegada geht es zurĂĽck Richtung SĂĽdwesten, nach Peter Island. Dort können Sie in einer der kleinen Buchten, z.B. der Kay Bay ankern und einen letzten ruhigen Abend vor Anker verbringen.  

Freitag: Kay Bay (Peter Island) – Road Town (Tortola) 

Auf dem Weg zurĂĽck in den Starthafen können Sie noch einen Zwischenstopp beim Wrack der RMS Rhone einlegen, die bei Salt Island liegt. 

Unser Tipp 

Zu den beliebten Spots wie The Bath kommen tagsĂĽber viele Touristen mit kleinen Motorbooten. Kommen Sie frĂĽh morgens oder erst am späten Nachmittag, dann haben Sie die Plätze oft ganz fĂĽr sich allein.  

Die Ankermöglichkeiten auf den Britischen Jungferninseln sind sehr vielfältig. Es gibt eine Vielzahl an Ankerplätzen zwischen den Inseln. An vielen Spots befinden sich Mooringbojen, an denen Sie festmachen können.  Es gibt auch einige Häfen und Yachtclubs, an denen man anlegen kann. Meist liegt man aber vor Anker.

AuĂźerdem muss bei jeder Charter in den BVIs eine Nationalpark-GebĂĽhr von 16 US-$ pro Tag und Person entrichtet werden.

Die Hauptcharterbasen befinden sich in Road Town auf Tortola. Es gibt aber noch weiter Ausgangshäfen, z.B. die Scrub Island Marina.

 

 

Es gibt eine DirektflĂĽge von Deutschland zu den BVIs. Man muss entweder in Puerto Rico, Sint Maarten oder Antigua umsteigen. Von dort geht es in der Regel weiter zum Terrence B. Lettsome Airport (EIS) auf Beef Island.

 

FĂĽr einen Törn in der Karibik empfehlen wir Ihnen aber einen Katamaran. Auf einem breiten Katamaran liegen Sie jedenfalls in den Buchten deutlich ruhiger. Falls es aber mehr Ihren persönlichen, sportlichen Vorlieben entspricht, können Sie natĂĽrlich auch auf nur einem Rumpf die Inselwelt der Karibik erkunden. 

ADAC Yachtcharter ĂĽber CharterCheck 

Das Segelrevier in den BVIs ist das Anfängerrevier in der Karibik. Starten Sie hier in ihr erstes Karibik-Abenteuer, sie werden es nicht bereuen.

Als Partner des ADAC können wir Ihnen dabei helfen, eine individuelle Routenplanung zu erstellen und Sie bei der Auswahl des richtigen Bootes unterstĂĽtzen.