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Die geteilte Insel St. Martin  und die beiden benachbarten Inseln Saint-Barthélemy und Anguilla bieten sich sehr für einen Yachturlaub an. Die Distanzen zwischen den Inseln sind kurz und meist weht ein frischer Passatwind, der für Abkühlung und gute Segelbedingungen sorgt. Alle 3 Inseln sind gespickt mit wunderschönen Buchten und schönen Städtchen mit Bars, Restaurants und netten Geschäften.

Wenn Sie mit Ihrem Segelboot von St. Martin oder St. Barths nach Anguilla oder zurück segeln, dann müssen Sie in dem Ausreiseland Crew und Boot ausklarieren und im Einreiseland wieder einklarieren. In St. Martin und St. Barths geht dies beim Hafenkapitän, in Anguilla müssen Sie dafür zum Zoll und zur Einwanderungsbehörde (Immigration). In der Regel werden für den Vorgang Gebühren fällig. 

Yachtcharter ab St. Martin

St. Martin und Sint Marten bilden eine Insel im nördlichen Teil der kleinen Antillen. Der nördliche Teil von St. Martin zählt politisch zu Frankreich und damit auch zur EU, während das südliche Sint Marten ein autonomes Land im Königreich der Niederlande darstellt. Sie brauchen während Ihres Segelurlaubs also sowohl den Euro als Währung, als auch den Antillen Gulden. Im niederländischen Teil ist auch der US-Dollar weit verbreitet. Zwischen den beiden Ländern gibt es allerdings keine Grenzposten. Die Nachbarinseln Saint-Barthélemy und Anguilla sind ebenfalls lohnenswerte Ziele, wenn Sie mit Ihrem Segelboot in diesem Teil der Karibik unterwegs sind.  

Wetter- und Segelbedingungen für Ihren Segelurlaub

Die Inseln St. Martin, Saint-Barthélemy und Anguilla liegen in der Passatzone, sodass Sie das ganze Jahr bis auf wenige Ausnahmen östliche Winde haben. Daher sind Sie auf der Westseite der Inseln vor den Atlantikwellen geschützt und auch weniger den Winden ausgesetzt als auf der Ostseite der Inseln. Wenn Sie allerdings zwischen den Inseln fahren, dann spüren Sie die Kräfte des Atlantiks. In diesem Segelrevier herrscht ein tropisches Klima. Hochsaison ist im Winter mit Windstärken zwischen 4 und 6-7 auf der Beaufort-Skala, in den Sommermonaten schwächt sich der Wind etwas ab auf 3 bis 5 Beaufort. Im August und im September besteht die Gefahr von Wirbelstürmen. Die Zeit zwischen Ende Dezember und Anfang Mai ist am besten geeignet für einen Segelurlaub in der Karibik. 

Welche Qualifikation muss ich für eine Charteryacht in der Karibik vorweisen?

Sportbootführerschein See (SBF),  in der Regel Sportküstenschifferschein (SKS)  oder höher, ggf. reicht auch der Sportbootführerschein See, wenn entsprechende Erfahrung nachgewiesen werden kann.

Ein Funksprechzeugnis sollte ebenfalls vorhanden sein, das Short Range Certificate (SRC) ist ausreichend.

Das sind die Highlights während eines Yachturlaubs rund um St. Martin

Wenn Sie eine Yacht mieten auf St. Martin, dann gibt es hier zahlreiche Highlights, denen Sie unterwegs begegnen. Was Sie während Ihres Yachturlaubs in dem Segelrevier rund um St. Martin, Anguilla und St. Barth erwartet, haben wir Ihnen hier zusammengefasst.  

Sandy Island (Anguilla)

Die kleine Insel ca. 2km nördlich von Anguilla. Sie besteht nur aus Sand und ist von einem Korallenriff umgeben, das zum schnorcheln einlädt. Auf der Insel gibt es nur eine Bar mit Sonnenliegen, es gibt Snacks und kalte Getränke. Hier kann man perfekt abschalten und einen wunderbaren Tag am Strand verbringen Es kommen zwar - neben den Seglern – auch Tagestouristen von Anguilla herüber, aber richtig voll wird es nie auf der Insel. 

 

Marigot (St. Martin)

Marigot ist der Hauptort des französischen Teils St. Martin. Hier gibt es eine große Marina, in der auch viele Charteryachten liegen. Entlang der Uferstraße gibt es noch viele Kolonialbauten, die das Stadtbild prägen. Es gibt unzählige Restaurants, Bars und Café und in den kleinen Boutiquen kann man Kleidung und Souvenirs kaufen, für den Großeinkauf vor dem Törn gibt es aber auch ein größere Mall. Zum Sonnenuntergang sollte man den Hügel zum Fort Louis hinauf wandern. Von dort hat man einen großartigen Blick über die Bucht und bis hinüber nach Anguilla. 

Ile Tintamarre (St. Martin)

Ile Tintamarre ist eine unbewohnte Insel ca. 3 km vor der Küste von St. Martin. Man kann vor einem langen weißen Strand ankern, mit umgeben von vielen Palmen und Dschungel. Mittlerweile steht die Insel unter Naturschutz. Früher war sie hingegen bewohnt und es wurde u.a. im 19. Jahrhundert Baumwolle angepflanzt. Aus dieser Zeit sind noch einige Ruinen auf der Insel erhalten. Später gab es auf der Insel auch eine Flugpiste, davon zeugt auch noch ein altes Flugzeugtriebwerk, das mitten im Dschungel liegt.  Die Insel dient also auch als ein großer Abenteuerspielplatz. 

Gustavia (St. Barths)

Gustavia ist die Hauptstadt der Insel St. Barths. Es gibt einen großen Hafen, der aber meistens von Superyachten belegt ist. Durch die vielen Promis die hier Urlaub machen, trägt das Städtchen auch den Beinamen St. Tropez der Karibik.  

Durch den großen, natürlichen Hafen hat die Stadt schon immer eine Rolle als Handelsplatz gespielt und ist dadurch zu Reichtum gekommen. Die Insel gehörte die meiste Zeit zu Frankreich, im 19. Jahrhundert war sie aber auch eine Zeit lang unter schwedischer Herrschaft. Aus dieser Zeit stammt auch der Name der Stadt, sie wurde nach König Gustav dem III. benannt. 

Maho Beach (Sint Maarten)

Die Bucht am Maho Beach ist zwar für Segelschiffe gesperrt, darf aber trotzdem bei den Highlights nicht fehlen. Der Maho Beach liegt direkt in Verlängerung der Start- und Landebahn des Princess Juliana Airport. So hat man hier das einmalige Erlebnis, dass die großen Jumbo-Jets nur wenige Meter über dem eigenen Kopf Richtung Landebahn hereinschweben. Durch die Nähe zum Flughafen, lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher hierher, bevor man wieder nach Hause fliegt. 

Unser Routenvorschlag ab Anse Marcel

Wenn Sie in diesem Segelrevier der Karibik unterwegs sind, dann können Sie ganz unterschiedliche Routen erkunden. Zur Orientierung haben wir Ihnen einen Routenvorschlag erstellt, an dem Sie sich in Ihrem Segelurlaub in auf St. Martin orientieren können.  

Samstag: Anse Marcel – Île Tintamarre  

Nach dem Auslaufen aus dem Starthafen erreichen Sie nach ein paar Seemeilen die unbewohnte Insel Tintamarre. Hier können Sie an der Westseite vor einem wunderschönen Sandstrand ankern und die erste Nacht verbringen. Nehmen Sie also unbedingt Ihre Badesachen mit auf die Reise – Gelegenheiten zum Schwimmen bieten sich überall. 

Sonntag:  Île Tintamarre –  Île Forchue 

Von der Île Tintamarre geht es an diesem Tag für Sie in Richtung Südosten. Vor St. Barths liegt die Île Forchue. Hier können Sie in der Bucht an der Nordwestseite ankern. Nehmen Sie sich Zeit für eine Wanderung über die unbewohnte Insel. 

Montag: Île Forchue – Gustavia 

Von der Île Forchue ist es nicht mehr weit bis nach St. Barths. Sie haben also ausreichend Zeit, die Hauptstadt Gustavia zu erkunden. Entweder machen Sie im Hafen von Gustavia fest oder Sie ankern vor dem Hafen. Auf jeden Fall haben Sie genügend Zeit das Städtchen zu erforschen und vielleicht läuft Ihnen hier auch der ein oder andere Star über den Weg.

Dienstag: Gustavia – Marigot  

Von Gustavia aus geht es heute wieder zurück nach St. Martin, wo Sie vor Marigot, der Hauptstadt des französischen Teils, ankern können.  

Mittwoch: Marigot – Road Bay 

Nach dem Ausklarieren geht es für Sie in Richtung Norden nach Anguilla, wo Sie in der Bucht Road Bay ankern und einklarieren können. 

Donnerstag: Road Bay – Sandy Island – Crocus Bay 

Von Road Bay erreichen Sie nach kurzer Zeit Sandy Island, wo Sie tagsüber ankern und die kleine Insel besuchen können. Wer auf mehr Abenteuer steht, kann auch weiter nach Dog Island oder Prickly Pear fahren. Für die Nacht geht es dann aber zurück nach Anguilla in die Crocus Bay. 

Freitag: Crocus Bay – Anse Marcel 

Nach einem kurzen Stopp in Road Bay, um auszuklarieren, geht es am letzten Tag Ihres Segelurlaubs in der Karibik im Segelrevier um St. Martin zurück in den Starthafen nach Anse Marcel. 

Die Hafengebühren in der Karibik können hoch sein. Da man aber in der Regel ankert oder an einer Mooring-Boje festmacht, fallen diese nicht so stark ins Gewicht.

Die Hauptcharterbasen befinden sich in Marigot und Anse Marcel in St. Martin, es gibt aber auch weitere Häfen mit Charteryachten.

Sie erreichen St. Martin per Flug über Paris und über Amsterdam, wo Sie dann auf dem internationalen Princess Juliana Airport in Sint Marten (SXM) landen. Eine alternative Reiseroute führt Sie via Paris und Guadeloupe nach Grande-Case im Nordteil St. Martin.  Die Charterbasen sind von beiden Flughäfen schnell mit dem Taxi zu erreichen. 

Für einen Törn in der Karibik empfehlen wir Ihnen aber einen Katamaran. Es gibt in diesem Segelrevier nur wenige Marinas, sodass Sie die meiste Zeit in einer der Buchten auf der Westseite der Inseln ankern. Auf St. Martin gibt es auch auf der Ostseite Ankerplätze hinter den vorgelagerten Riffen, allerdings verlangt die Ansteuerung auch einige Erfahrung in der Riffnavigation. Auf einem breiten Katamaran liegen Sie jedenfalls in den Buchten deutlich ruhiger. Falls es aber mehr Ihren persönlichen, sportlichen Vorlieben entspricht, können Sie natürlich auch auf nur einem Rumpf die Inselwelt der Karibik erkunden. 

ADAC Yachtcharter über CharterCheck 

Das Segelrevier um St. Martin, Saint-Barthélemy und Anguilla ist kein klassisches Anfängerrevier. Mit ein wenig Erfahrung können Sie sich dieses Gebiet aber durchaus zutrauen, sie werden es nicht bereuen.

Als Partner des ADAC können wir Ihnen dabei helfen, eine individuelle Routenplanung zu erstellen und Sie bei der Auswahl des richtigen Bootes unterstützen.